Tradition

Holzofenbäcker aus Überzeugung

  

"Maienbeck"  

ist  

der  

Hausname  

von  

Müllers  

Geburtshaus  

in  

Bühlertann,  

der  

Ur-Bäckerei  

seiner

Vorfahren.  

Entsprungen  

ist  

die  

Wortkombination  

aus  

dem  

Beruf  

seines  

Urgroßvaters  

August

Hausmann,  

der  

"Beck",  

sprich  

Bäcker  

war,  

und  

seiner  

Urgroßmutter  

Barbara  

Mai:  

Der  

Mai  

ihr

Beck,  

kurz  

Maienbeck.  

"Die  

Linie  

ist  

kantig,  

mein  

Vater  

war  

nicht  

Sohn,  

sondern  

Schwiegersohn

in   

der   

Hausmannlinie",   

stellt   

Müller   

faktisch   

richtig   

und   

zwinkert   

seinem   

Jungbäcker

verschwörerisch  

zu.  

Denn  

Daniel  

Köder  

(26)  

ist  

in  

diesem  

Sinn  

auch  

kantig,  

er  

ist  

Müllers

Stiefsohn.  

Doch  

wie  

sein  

Vater,  

weiß  

auch  

er,  

dass  

der  

Name  

nichts  

zählt,  

wenn  

das  

Bäckerherz

an der richtigen Stelle schlägt. Dann greift der Bäckername, dann heißt man Maienbeck.

Jürgen   

Müller   

ist   

Bäcker   

aus   

Leidenschaft,   

und   

Holzofenbäcker   

aus   

Überzeugung.   

"Wir

Maienbeck  

haben  

schon  

immer  

auf  

Holzöfen  

geschafft.  

Auch  

weitergeschafft,  

als  

andere  

Bäcker

auf   

Öl   

umgestellt   

haben",   

berichtet   

der   

Bäckermeister.   

Aus   

gutem   

Grund,   

denn   

das

Holzofenbrot schmecke uriger. Erdig. Nach Holz und Feuer und Glut.

"Den  

Ölofen  

brauch  

ich  

für  

die  

Brötchen",  

rechtfertigt  

er  

im  

selben  

Atemzug  

den  

Industrieofen,

der  

seit  

2001  

neben  

dem  

Holzbackofen  

die  

Backstube  

komplettiert.  

Dort  

drin  

entstehen  

seine

exquisiten   

Partybrötchen:   

Kleine   

Laugenherzen   

für   

den   

Stehempfang   

nach   

der   

kirchlichen

Trauung   

oder   

europäisches   

Fingerfood   

für   

den   

EU-Kommissar   

Günther   

Oettinger   

zum

Neujahrsempfang   

der   

CDU   

in   

Schwäbisch   

Hall.   

Oder   

Brötchen   

mit   

eingebranntem   

VfB-

Schriftzug  

für  

das  

Pokalfinale  

Stuttgart  

gegen  

Bayern  

für  

den  

VfB  

Fanclub  

Bühlertann.  

Kreative

und  

liebevolle  

Detailbackkunst,  

die  

Müller  

neben  

seinem  

Holzofenbrot  

am  

liebsten  

backt,  

verrät

er kompromissbereit mit Blick auf die Moderne.

Es  

war  

der  

Ölofen,  

der  

letztlich  

den  

Umzug  

nach  

Mittelfischach  

ins  

Elternhaus  

seiner  

Frau  

Karin

(50)  

bewirkte.  

Denn  

das  

Eckhaus  

in  

Bühlertann  

bot  

keinen  

Raum  

für  

einen  

zweiten  

Ofen.  

Die

Fischacher hießen den neuen Bäcker willkommen.

Die günstige Geschäftslage an der Fischachstraße sorgt für Durchgangskundschaft.

© Jürgen Müller - Holzofenbäckerei - Mittelfischach
Holzofenbäckerei “backen mit Tradition”